Stufe 1
KI-Potenzialanalyse
Zuerst wird getrennt, welche Vorgänge Patientenbezug tragen und welche nicht. Im Labor lässt sich dieser Anteil oft deutlich verkleinern, und damit sinken Aufwand und Kosten.
Branche
5 Fälle
KI in der Zahnarztpraxis setzt dort an, wo Behandlung und Papier auseinanderlaufen: beim Heil- und Kostenplan, beim Laborauftrag, bei der Dokumentation. Diese Seite spricht Praxis und Labor gemeinsam an, weil beide an denselben Vorgängen arbeiten und rechtlich zusammenhängen. Bei jedem Fall steht, auf welcher Stufe er laufen darf.
Aus dem Alltag
Im Labor liegen elf Aufträge vom Freitag. Bei dreien fehlt die Farbangabe, bei einem ist unklar, ob verschraubt oder zementiert werden soll. Der Techniker ruft in der Praxis an, dort ist besetzt. In der Praxis wartet unterdessen eine Patientin auf die Erklärung ihres Heil- und Kostenplans, die gestern schriftlich zugesagt war und die noch niemand geschrieben hat.
Beide Seiten warten aufeinander, und keine tut etwas Falsches. Der Verlust entsteht an der Schnittstelle: an unvollständigen Aufträgen, an Rückfragen, die niemanden erreichen, und an Erklärungen, die zwischen Behandlung und Feierabend liegen bleiben.
Das ist der Grund, warum diese Seite beide anspricht. Ein Labor arbeitet für viele Praxen, eine Praxis für ein oder zwei Labore. Wer die Schnittstelle in Ordnung bringt, entlastet beide Seiten gleichzeitig.
Beide
haften
Die Praxis ist Berufsgeheimnisträger. Das Labor ist mitwirkende Person. Nach § 203 Abs. 4 StGB kann sich auch das Labor strafbar machen.
Für die Praxis gilt dasselbe wie für jede Arztpraxis: Ein Auftragsverarbeitungsvertrag deckt die Schweigepflicht nach § 203 StGB nicht ab. Wer einem externen Dienstleister Zugriff auf Patientendaten gibt, braucht dessen ausdrückliche und förmliche Verpflichtung zur Verschwiegenheit.
Für das Labor folgt daraus zweierlei. Erstens muss es sich von der Praxis verpflichten lassen, was in der Regel längst geschehen ist. Zweitens gilt dieselbe Anforderung nach unten weiter: Wer als Labor ein KI-Werkzeug einsetzt, in das Auftragsdaten mit Patientenbezug fließen, gibt sie an einen weiteren Dienstleister weiter. Die Kette reißt nicht am Labor ab.
Das klingt sperriger, als es ist. In der Praxis genügt es meist, die Aufträge im Labor pseudonymisiert zu führen. Dann bleibt der kritische Bereich klein und der Rest darf auf die günstige Stufe. Die vollständige Einordnung steht im Artikel KI und Schweigepflicht.
Aufgabe
Heute
Mit KI
Drei Fälle liegen in der Praxis, zwei im Labor. Die Minutenwerte sind Richtwerte und keine Zusage. Was bei Ihnen herauskommt, beziffert die KI-Potenzialanalyse an Ihren eigenen Vorgängen.
Fall 01 · Praxis
Stufe 3 · im eigenen Haus
Fall 02 · Labor
Stufe 3 · im eigenen Haus
Fall 03 · Labor
Stufe 2 · EU-Hosting
Fall 04 · Praxis
Stufe 1 · Cloud + AV
Fall 05 · Beide
Stufe 3 · im eigenen Haus
Stufe 1
Zuerst wird getrennt, welche Vorgänge Patientenbezug tragen und welche nicht. Im Labor lässt sich dieser Anteil oft deutlich verkleinern, und damit sinken Aufwand und Kosten.
Baustein
Warum eine bestimmte Praxis anders beliefert wird und woran eine Arbeit beim letzten Mal scheiterte, weiß im Labor meist eine Person. Das lässt sich festhalten, solange sie da ist.
Baustein
Für Vorgänge mit Patientenbezug ist die Verarbeitung im eigenen Haus der Weg, bei dem die Frage nach der Verpflichtung des Anbieters gar nicht entsteht.
Zur Branche
Ein Labor ist meist kein eigener Berufsgeheimnisträger, wohl aber mitwirkende Person nach § 203 Abs. 3 StGB. Nach Absatz 4 macht es sich strafbar, wenn es offenbart, was ihm über den Auftrag bekannt wurde. Praktisch heißt das: Die Praxis muss das Labor förmlich verpflichten, und das Labor muss dasselbe für seine eigenen Dienstleister tun.
Vor allem weniger Rückfragen. Unklare Aufträge, fehlende Angaben und Rückfragen zur Farbnahme kosten mehr Zeit als die Fertigung selbst. Wenn eingehende Aufträge auf Vollständigkeit geprüft und Rückfragen vorformuliert werden, verschiebt sich der Tag spürbar. Dazu kommt die Dokumentation, die für die Medizinprodukteakte ohnehin geführt werden muss.
Sie kann einen verständlichen Begleittext dazu entwerfen. Der Plan selbst bleibt unverändert, was sich ändert, ist die Erklärung: warum diese Versorgung, was die Kasse trägt, was der Eigenanteil abdeckt. Das senkt Rückfragen und Absagen. Freigegeben wird der Text in der Praxis, weil die Aussage zur Behandlung dorthin gehört.
Beim Patientenbezug. Ein Laborauftrag mit Name und Befund trägt ihn, eine Materialkennzahl oder ein Fertigungsschritt nicht. Wer die Aufträge im Labor pseudonymisiert führt, verkleinert den kritischen Bereich erheblich. Ob das im Einzelfall genügt, hängt davon ab, wie eindeutig die Zuordnung trotzdem bleibt.
Für alles mit Patientenbezug ist das der einfachste Weg, weil dann nichts offenbart wird. Für Fertigungsdokumentation ohne Namen, Materialtexte und die Korrespondenz mit Zulieferern genügt eine niedrigere Stufe. Diese Trennung nehme ich in der Potenzialanalyse vor, bevor Hardware angeschafft wird.
Meist ja, aber aus einem anderen Grund als erwartet. Der Nutzen liegt weniger in gesparten Minuten als in weniger Nacharbeit: Ein Auftrag, bei dem eine Angabe fehlt, kostet oft einen ganzen Tag Verzug. Wenn das Muster früh auffällt, rechnet sich der Aufbau schon bei kleiner Stückzahl.
Sie kennen Ihren Betrieb, ich kenne die Technik. In 45 Minuten am Telefon gehen wir Ihre Abläufe durch und finden die ersten Stellen, an denen sich KI lohnt. Kostenfrei und ohne Verpflichtung.