Stufe 2
½ bis 1 Tag

KI-Workshops und Mitarbeiterschulung

Eine KI-Schulung für Mitarbeiter bringt Ihr Team so weit, dass es KI im Arbeitsalltag sicher benutzt: an echten Aufgaben aus Ihrem Betrieb, mit klaren Regeln für den Umgang mit Firmendaten. Damit erfüllen Sie zugleich die KI-Kompetenzpflicht aus Artikel 4 der EU-KI-Verordnung.

Für wen

Passt,
wenn

Der Grundlagen-Workshop richtet sich an alle Mitarbeiter, die mit Texten, Angeboten, Mails oder Dokumentation zu tun haben. Der Praxis-Workshop richtet sich an ein Team oder eine Abteilung, die eine bestimmte Aufgabe wirklich umstellen will.

  • Ihre Leute nutzen KI bereits, aber ohne Regeln. Jemand hat einen Angebotstext in ChatGPT geschrieben. Niemand weiß, welche Kundendaten dabei mitgingen.
  • Sie brauchen einen Nachweis für Artikel 4. Der Grundlagen-Workshop schließt mit einer Teilnahmebescheinigung je Mitarbeiter ab.
  • Die letzte Schulung hat nichts verändert. Weil sie mit fremden Beispielen gearbeitet hat statt mit Ihren.
  • Ihr Team ist skeptisch. Sorge um den eigenen Arbeitsplatz gehört auf den Tisch, nicht in die Kaffeeküche.

Zwei Formate

Grundlagen
Praxis

Beide Formate finden bei Ihnen im Betrieb statt, nicht in einem Seminarraum. Die Beispiele stammen aus Ihren Unterlagen, die Übungen aus Ihrem Tagesgeschäft.

Halber Tag · alle Mitarbeiter

Grundlagen-Workshop

Was KI kann und was nicht. Sicherer Umgang mit Firmendaten. Prompting an echten Beispielen aus Ihrem Betrieb. Am Ende weiß jeder Teilnehmer, wofür er KI benutzen darf und wofür nicht.

  • Teilnahmebescheinigung je Person
  • Merkblatt: welche Daten dürfen eingegeben werden
  • Erste Prompt-Vorlagen für den eigenen Arbeitsplatz

Ganzer Tag · Team oder Abteilung

Praxis-Workshop

Ich nehme zwei bis drei Aufgaben aus Ihrem Tagesgeschäft und stelle sie im Workshop tatsächlich um. Am Abend läuft der erste Anwendungsfall, nicht nur die Präsentation dazu.

  • Fertige Prompt-Vorlagen und Skills für wiederkehrende Aufgaben
  • Schriftliche KI-Richtlinie für den Betrieb
  • Festgelegte Zuständigkeiten: wer pflegt die Vorlagen

Artikel 4 der EU-KI-Verordnung

Sachlich,
ohne Panik

Artikel 4 verpflichtet Unternehmen seit dem 2. Februar 2025, für ausreichende KI-Kompetenz derjenigen Mitarbeiter zu sorgen, die mit KI-Systemen arbeiten.

Das gilt auch für Betriebe, die KI nur benutzen und nicht entwickeln. Wenn in Ihrem Büro jemand ChatGPT für Angebotstexte einsetzt, sind Sie betroffen.

Was die Verordnung nicht tut: Sie schreibt keine bestimmte Schulungsform vor, nennt keinen Zertifikatstyp und legt für Artikel 4 keine eigene Bußgeldhöhe fest. Wer Ihnen etwas anderes erzählt, verkauft Angst. Was zählt, ist, dass Ihre Leute wissen, was sie tun, und dass Sie das im Zweifel belegen können.

Wie ich das praktisch löse: Teilnahmebescheinigung je Mitarbeiter, eine kurze schriftliche KI-Richtlinie und eine Teilnehmerliste mit Datum und Inhalten. Das ist keine Rechtsberatung, sondern eine nachvollziehbare Dokumentation. Den Verordnungstext finden Sie im Original bei EUR-Lex, die Hintergründe ausführlich in meinem Artikel KI-Kompetenzpflicht nach Artikel 4.

Dieselbe Frage gilt für mich. Wer Ihre Mitarbeiter in KI-Kompetenz schult, sollte die eigene belegen können. Martin Scholz hat die Spezialisierung Google Prompting Essentials abgeschlossen, dazu kommt die Anerkennung als zertifizierter Sachverständiger für Online-Marketing beim DGuSV. Beides ist mit Aussteller und Prüflink unter Über mich nachzulesen.

Ablauf

4 Schritte

Ein Workshop ohne Vorbereitung ist ein Vortrag. Deshalb sammle ich vorher ein, womit Ihre Leute tatsächlich arbeiten.

  1. Vorgespräch, etwa 45 Minuten

    Welche Aufgaben fallen bei Ihnen täglich an, wer macht sie, wie viel Zeit kosten sie. Daraus entsteht die Agenda. Kostenfrei.

  2. Material vorbereiten

    Sie geben mir anonymisierte Beispiele: eine typische Anfrage, ein Angebot, eine Reklamation. Ich baue daraus die Übungen. Was Ihnen zu heikel ist, bleibt draußen.

  3. Workshop im Betrieb

    Halber oder ganzer Tag, je nach Format. Ich arbeite in kleinen Gruppen an den echten Beispielen. Jeder Teilnehmer probiert selbst, statt zuzusehen.

  4. Nachbereitung, schriftlich

    Sie bekommen die erarbeiteten Vorlagen, die KI-Richtlinie und die Teilnahmebescheinigungen. Zwei Wochen später frage ich nach, was im Alltag hängengeblieben ist.

Beispiel aus einem Handwerksbetrieb

Vorher
Nachher

Ein Sanitärbetrieb mit vierzehn Mitarbeitern hatte das Problem, dass jede Rückfrage zu einem laufenden Auftrag beim Chef landete. Die Monteure schrieben ihre Notizen auf Zettel, die Büromitarbeiterin tippte sie ab und formulierte daraus Kundenmails.

Bei der KI-Schulung für Mitarbeiter wird an echten Aufgaben aus dem eigenen Betrieb gearbeitet. Blick von hinten in einen Pausenraum, in dem mehrere Personen mit Laptops an einem langen Tisch sitzen, vorn ein Flipchart. (KI-generierte Illustration)
Grundlagen-Workshop im Betrieb

Im Praxis-Workshop umgestellt

Baustellennotiz wird zur Kundenmail

Heute
Zettel entziffern, Rückfragen an den Monteur, Text formulieren, vom Chef gegenlesen lassen, versenden.
Mit KI
Der Monteur spricht die Notiz aufs Handy. Die Vorlage macht daraus eine Kundenmail im Ton des Hauses, mit Anrede, Sachstand und nächstem Termin. Die Büromitarbeiterin prüft und versendet.
25 MIN6 MIN

Stufe 1 · Cloud + AV-Vertrag

Die Vorlage dafür ist im Workshop entstanden, nicht danach. Weitere Aufgaben dieser Art stehen auf der Seite KI im Handwerk.

Datenschutz-Einordnung

Stufe 1
genügt meist

Für Schulungsinhalte genügt in aller Regel Stufe 1, also Cloud-KI mit Auftragsverarbeitungsvertrag. Ich arbeite im Workshop bewusst mit anonymisierten Beispielen, damit im Übungsbetrieb keine echten Kundendaten in ein fremdes System gehen.

Stufe 1 · Cloud + AV-Vertrag

Ein fester Teil des Grundlagen-Workshops ist die Frage, wo die Grenze verläuft: Welche Daten dürfen in ein Cloud-System, welche nicht. Wenn sich dabei zeigt, dass Ihr Kerngeschäft mit Konstruktions-, Personal- oder Vertragsdaten arbeitet, spreche ich über lokale und EU-gehostete KI. Das ist dann aber ein Implementierungsthema, kein Schulungsthema.

Kosten

Festpreis

Festpreis je Format · auf Anfrage

Beide Workshops laufen zum Festpreis, den Sie vor der Buchung schriftlich bekommen. Er richtet sich nach Format, Teilnehmerzahl und Anfahrt. Vorbereitung, Material, Bescheinigungen und Nachbereitung sind enthalten.

Wenn Sie beide Formate buchen, hängen sie inhaltlich zusammen: Der Grundlagen-Workshop bringt alle auf denselben Stand, der Praxis-Workshop setzt darauf auf. Umgekehrt funktioniert es schlecht.

Häufige Fragen

Zur Schulung

Reicht ein halber Tag, damit meine Leute KI wirklich nutzen?

Für den sicheren Einstieg ja. Nach einem halben Tag weiß jeder Teilnehmer, wofür KI taugt, welche Daten er eingeben darf und wie er eine brauchbare Anweisung formuliert. Was ein halber Tag nicht schafft: einen kompletten Arbeitsablauf umstellen. Dafür gibt es den Praxis-Workshop mit einem ganzen Tag und einem festen Team.

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter die Schulung nicht mitmachen will?

Das kommt vor und ist meistens Sorge um den eigenen Arbeitsplatz. Ich spreche das im Workshop offen an, statt es zu übergehen. Erfahrungsgemäß dreht sich die Stimmung, sobald jemand die erste eigene Aufgabe schneller erledigt sieht. Zwingen lässt sich niemand, und ein widerwilliger Teilnehmer bringt Ihnen ohnehin nichts.

Bekomme ich einen Nachweis für die KI-Kompetenzpflicht?

Ja, jeder Teilnehmer erhält eine Teilnahmebescheinigung mit Datum, Dauer und Inhalten. Dazu kommen eine Teilnehmerliste und die schriftliche KI-Richtlinie für den Betrieb. Damit können Sie belegen, dass Sie sich um die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter gekümmert haben. Eine bestimmte Nachweisform schreibt die Verordnung nicht vor, deshalb dokumentiere ich nachvollziehbar statt formalistisch.

muss ich vorher Software kaufen?

Nein. Für den Grundlagen-Workshop genügen die kostenfreien Zugänge der gängigen Anbieter, damit jeder ausprobieren kann. Erst wenn Sie danach im Betrieb weiterarbeiten wollen, stellt sich die Lizenzfrage. Was dann sinnvoll ist, kläre ich im Workshop mit, damit Sie nicht auf Verdacht einkaufen.

Können auch Mitarbeiter ohne Bürojob teilnehmen?

Ja, und es lohnt sich oft besonders. Monteure, Fahrer und Lagerkräfte schreiben zwar wenig, diktieren aber viel: Baustellennotizen, Übergabeprotokolle, Schadensmeldungen. Genau dort sitzen die einfachsten Zeitgewinne. Ich passe die Übungen an, damit niemand vor einer Aufgabe sitzt, die mit seinem Arbeitstag nichts zu tun hat.

Wie viele Teilnehmer sind sinnvoll?

Beim Grundlagen-Workshop funktionieren bis zu fünfzehn Personen gut, weil jeder an einem eigenen Gerät mitarbeitet. Beim Praxis-Workshop sind sechs bis acht die Obergrenze, sonst kommt nicht jeder zum Zug. Größere Belegschaften teile ich auf zwei Termine auf, meist Vormittag und Nachmittag.

Was ist, wenn ich in einem halben Jahr alles wieder vergessen habe?

Dagegen hilft, dass die Vorlagen aus Ihrem eigenen Betrieb stammen und im Alltag liegen bleiben, statt in einer Schulungsmappe zu verschwinden. Zwei Wochen nach dem Workshop frage ich nach, was hängengeblieben ist. Wenn Sie es dauerhaft gepflegt haben wollen, gehört das in einen Vertrag für Wartung und Support.

Schulen Sie auch, ohne dass ich vorher eine Potenzialanalyse gemacht habe?

Ja. Der Grundlagen-Workshop funktioniert eigenständig und ist für viele Betriebe der bessere Einstieg, weil er günstiger ist und sofort etwas verändert. Die Potenzialanalyse lohnt sich vor allem, wenn Sie größere Investitionen planen und vorher Zahlen brauchen.

Alle Fragen und Antworten

Ist Ihr Betrieb bereit für KI?

Sie kennen Ihren Betrieb, ich kenne die Technik. In 45 Minuten am Telefon gehen wir Ihre Abläufe durch und finden die ersten Stellen, an denen sich KI lohnt. Kostenfrei und ohne Verpflichtung.